Marktwirtschaft

„Manche Leute sagen, für den und den Zweck könnte man doch vielleicht etwas Besonderes einführen. Nein, so geht das nicht. Die Freiheit ist etwas Ganzes und Unteilbares. Sie kann nicht in einer wirtschaftspolitischen Konstellation richtig und in einer anderen falsch sein, sondern sie wird und muss in allen Fällen richtig sein.“ Ludwig Erhard

Die Marktwirtschaft ist die einzige Wirtschaftsordnung, die Freiheit und Verantwortung verbindet. Mit dem Begriff Soziale Marktwirtschaft wird leider großer Missbrauch getrieben, wird er doch meist dann im Munde geführt, wenn es um eine Politik geht, die Ludwig Erhard nicht wollte und vor der er bereits warnte: "Eine gesellschaftliche Ordnung, in der jeder die Hand in der Tasche des anderen hat.“

Was zeichnet das Konzept der sozialen Marktwirtschaft aus, haben wir in Deutschland noch eine solche? Was sind die ihr zugrunde liegenden Vorstellungen von Freiheit und Verantwortung, wie weit und in welcher Hinsicht hat sich unsere Wirtschaftsordnung mittlerweile davon entfernt? Was sind die Ursachen der aktuellen Finanzkrise? Was würde Ludwig Erhard z.B. zum Mindestlohn sagen?

Froh wäre Ludwig Erhard wohl kaum, wenn er aktuelle Umfragen zu Gesicht bekäme – schließlich mag nur noch die Hälfte der deutschen Bevölkerung den Satz „Die soziale Marktwirtschaft hat sich bewährt“ unterschreiben. Der heutige Zustand der deutschen Volkswirtschaft und das zugrunde liegende Verständnis von Wirtschaftspolitik dürften Erhard traurig stimmen.

Vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher Debatten um den Verlust der Mitte, Einkommensungleichheit, ein wachsendes Prekariat und die Finanzkrise lohnt es sich, über den geistigen Ursprung von Begriff und Idee der „Sozialen Marktwirtschaft“, die tatsächliche Bedeutung des Begriffes Neoliberalismus sowie das Verhältnis von christlichem Menschenbild und Marktwirtschaft nachzudenken.

Besonders wichtig ist mir dabei der Gedanke der Interdependenz der Ordnungen, d.h. des Zusammenhanges zwischen Wirtschaftsordnung, politischer Freiheit und menschlicher Würde. Die Väter der sozialen Marktwirtschaft haben die Rolle von Markt und Wettbewerb nicht allein aus ökonomischen Effizienzerwägungen betont, wenngleich letztere nicht zu vernachlässigen sind. Vielmehr hatten sie die Überzeugung, dass die wirtschaftlich weitaus produktivste Form der Wirtschaftsordnung zugleich die höchsten überwirtschaftlichen Werte, die letzten Ziele nichtökonomischer Natur – Freiheit und Gerechtigkeit – am besten sichert.

Die im Zuge der Finanzkrise noch zunehmenden ordnungspolitischen Sündenfälle mit Begründungen wie der sogenannten Systemrelevanz, die zu einer Interventionsspirale zugunsten großer Unternehmen führen, diskreditieren unsere Wirtschaftsordnung. Freiheit und Verantwortung gehören zusammen.

 „Wir sind nicht gegen das Große an sich oder für das Kleine, weil es klein ist. Wir wollen aber, dass der Freiheit in gleichen Maßen eine Verantwortung entspricht.“ Ludwig Erhard

 

Twitter

Termine

Rainer Brüderle am 23. Mai in Potsdam

Auf Einladung der Wirtschaftsjunioren Berlin-Brandenburg e.V. und des FDP-Bundesvorstandsmitgliedes Linda Teuteberg kommt der Fraktionsvorsitzende der Liberalen im Bundestag Rainer Brüderle am Mittwoch, den 23. Mai nach Potsdam. Der Abend steht unter der Überschrift: „Liberale Politik für Wachstum und stabiles Geld“.

Weiterlesen...
Untauglicher Versuch einer feindlichen Übernahme

Auf die Kampfansage der Brandenburger CDU-Landesvorsitzenden gegen die Freien Demokraten reagiert die stellvertretende Landesvorsitzende der FDP Brandenburg Linda Teuteberg in einem Gastbeitrag für die Märkische Allgemeine Zeitung. Die Replik von Linda Teuteberg auf den Beitrag von Dr. Saskia Ludwig lesen Sie hier:

Gastbeitrag in der Märkischen Allgemeinen Zeitung