Gegenwärtige Vergangenheit

„Der Versuch, den Himmel auf Erden zu verwirklichen, produziert stets die Hölle.“ Karl Raimund Popper

Es gibt eine Vergangenheit, die nicht einfach vergeht. Der defizitäre gegenwärtige Wissensstand Brandenburger Schüler zur DDR-Geschichte und Verharmlosungstendenzen machen mich besorgt. Die Auseinandersetzung mit der jüngsten deutschen Geschichte ist eine politische und gesellschaftliche Daueraufgabe, die nicht nur Gegenstand von Sonntagsreden und Effekthascherei zu besonderen Jubiläen sein darf. Sie ist ein Thema gerade für junge Menschen. Denn den Wert von persönlichen Freiheitsrechten, Demokratie und Marktwirtschaft kann nur ermessen, wer sich mit den tatsächlichen Auswirkungen der Alternativen – Unfreiheit, Einparteiensystem und Planwirtschaft – auseinandergesetzt hat. Anderenfalls ist man anfällig für die gefährliche Illusion vom sozialen Paradies.

Vom Konzept der „kleinen DDR“ bis zum „Schweigekartell“: Brandenburgs Geschichte besteht in dieser Lesart wesentlich aus dem Untergang Preußens, auch des Nationalsozialismus und ist – nach einigen nicht zwingend zu skizzierenden Jahren – als Land Brandenburg im Oktober 1990 wieder auferstanden. Neben der juristischen und ökonomischen Bewältigung der DDR gibt es vor allem den politischen Auftrag, bei nachrückenden Generationen in Erinnerung zu halten, wie die SED-Diktatur funktionierte und welche gerade auch menschlichen Kosten sie verursachte.

Dabei ist mir die Differenzierung zwischen den persönlichen Erinnerungen und Lebensleistungen von Menschen und dem System, das sich die Mehrheit der ehemaligen DDR-Bürger nicht ausgesucht hat, besonders wichtig. Ich wehre mich gegen die ausdrückliche wie auch unterschwellige Gleichsetzung von Täterbiografien und -interessen mit denen aller Ostdeutschen. Selbstverständlich war auch im Nationalsozialismus ein Großteil der Leute, soweit sie nicht politische Gegner oder rassisch Verfolgte waren, ebenfalls nicht nur unglücklich. Über den Charakter der Diktatur sagt das wenig aus.

Aus meiner ostdeutschen Herkunft ziehe ich Schlussfolgerungen – um der Zukunft willen.

 

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Rainer Brüderle am 23. Mai in Potsdam

Auf Einladung der Wirtschaftsjunioren Berlin-Brandenburg e.V. und des FDP-Bundesvorstandsmitgliedes Linda Teuteberg kommt der Fraktionsvorsitzende der Liberalen im Bundestag Rainer Brüderle am Mittwoch, den 23. Mai nach Potsdam. Der Abend steht unter der Überschrift: „Liberale Politik für Wachstum und stabiles Geld“.

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Untauglicher Versuch einer feindlichen Übernahme

Auf die Kampfansage der Brandenburger CDU-Landesvorsitzenden gegen die Freien Demokraten reagiert die stellvertretende Landesvorsitzende der FDP Brandenburg Linda Teuteberg in einem Gastbeitrag für die Märkische Allgemeine Zeitung. Die Replik von Linda Teuteberg auf den Beitrag von Dr. Saskia Ludwig lesen Sie hier:

Gastbeitrag in der Märkischen Allgemeinen Zeitung